Brillengläser

Einstärkengläser

Kurzsichtigkeit

  • Wie macht sich Kurzsichtigkeit bemerkbar?

    Wer kurzsichtig ist, sieht entfernte Objekte verschwommen. Gegenstände in der Nähe sind dagegen scharf zu sehen. Je nach Höhe der Kurzsichtigkeit muss man für die Nahsicht das Objekt näher an das Auge halten.

  • Was hilft bei Kurzsichtigkeit?

    Bei Kurzsichtigkeit helfen in der Regel eine optimal angepasste Fernbrille oder Kontaktlinsen, um auch auf Distanz wieder scharf zu sehen.

Weitsichtigkeit

  • Wie macht sich Weitsichtigkeit bemerkbar?

    Die Sicht im Nahbereich wird als anstrengend empfunden. Weitsichtige nehmen Gegenstände in der Nähe meist verschwommen wahr. Nach langem Lesen, beim Heimwerken oder Bildschirmarbeiten ohne Sehhilfe treten häufig Kopfschmerzen auf. Wer weitsichtig ist, kann zwar in der Ferne scharf sehen, die Umstellung von Nah- auf Weitsicht dauert aber oft eine gewisse Zeit.

  • Was hilft bei Weitsichtigkeit?

    Weitsichtigkeit lässt sich in der Regel mit Einstärkengläsern oder optimal angepassten Kontaktlinsen korrigieren, um auch im Nahbereich wieder scharf zu sehen.

Alterssichtigkeit

  • Wie macht sich Alterssichtigkeit bemerkbar?

    Kleingedrucktes lässt sich nur schwer entziffern, Texte müssen weiter weggehalten werden, um sie scharf sehen zu können. Das Lesen bei schlechter Beleuchtung strengt übermäßig an, Symbole und Text auf dem Smartphone-Display wirken verschwommen, der Wechsel zwischen Fern- und Nahsicht fällt immer schwerer. Die Symptome der Alterssichtigkeit gleichen zwar denen der Weitsichtigkeit. Die Alterssichtigkeit trifft allerdings jeden Menschen ab dem 40. Lebensjahr, da auch die Augenmuskeln älter werden. Bei manchen äußert sich dies früher, bei anderen später.

  • Was hilft bei Alterssichtigkeit?

    Menschen mit Alterssichtigkeit – ohne zusätzliche Sehprobleme wie Kurz- oder Weitsichtigkeit – verhilft in der Regel eine Einstärkenbrille für die Nähe zu optimalem Sehen. Für kurzsichtige oder weitsichtige Brillenträger mit Alterssichtigkeit hingegen ist eine Gleitsichtbrille meist die beste Lösung

Hornhautverkrümmung

  • Wie macht sich eine Hornhautverkrümmung bemerkbar?

    Gegenstände im Nah- und Fernbereich werden verzerrt und unscharf wahrgenommen, Details gehen verloren, punktförmige Lichtquellen erscheinen als Strich oder Stab – daher auch der Name Stabsichtigkeit. Vielen Betroffenen fällt es zudem schwer, Entfernungen korrekt einzuschätzen.

  • Was hilft bei einer Hornhautverkrümmung?

    Eine Hornhautverkrümmung lässt sich mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren. Bei einer Hornhautverkrümmung werden die ausgewählten Brillengläser mit einem sogenannten Zylinder versehen. Ein Zylinder gleicht das verzerrte Sehbild aus und ermöglicht so wieder einen normalen Seheindruck. Abhängig von der Ausprägung des Astigmatismus kommen auch weiche oder formstabile Kontaktlinsen in Frage – sogenannte torische Kontaktlinsen.


Gleitsichtgläser

  • Was ist eine Gleitsichtbrille?

    Eine Gleitsichtbrille vereint mehrere Sehlösungen in einem Brillenglas. Sie bietet gleichzeitig eine Korrektion für das Sehen in der Ferne, zum Beispiel eine Korrektion der Kurzsichtigkeit oder der Weitsichtigkeit, und eine Korrektion für die Nähe zum Lesen, zum Beispiel bei Alterssichtigkeit. Sie gewährt ihrem Träger zusätzlich auf allen Zwischendistanzen scharfe Sicht. Im Unterschied zur Mehrstärkenbrille geht die Korrektur dabei stufenlos – gleitend – von oben nach unten von der Fern- in die Nahsicht über.

    Da die unterschiedlichen Sehbereiche fließend ineinandergreifen, merkt man dem Träger einer Gleitsichtbrille nicht an, dass er Unterstützung beim Nahsehen braucht. Mit einer Gleitsichtbrille ist man für die meisten Sehaufgaben des täglichen Lebens gut versorgt. Deshalb wird sie oft auch als „Universalgleitsichtbrille“ bezeichnet.

  • Welche Gleitsichtgläser gibt es?

    Durch die technischen Verbesserungen sind Bildverzerrungen und Schaukeleffekte heute wesentlich geringer als früher. Dennoch existiert auch jetzt noch im Randbereich von Gleitsichtgläsern eine unscharfe Zone, in der das Glas nicht optimal abbildet. Hier zeigen sich dann die Qualitätsstufen der unterschiedlichen Gleitsichtglastypen.

    Als Faustregel gilt: je hochwertiger ein Brillenglas, desto schmaler der unscharfe Randbereich und desto größer dann auch der nutzbare Bereich für den Träger. Auch gibt es bei Gleitsichtgläsern große Unterschiede, wie der Übergang vom Fern- zum Nahsehen verläuft. Im besten Fall ist der Übergang sanft gleitend, er kann aber auch abrupt oder leicht holperig erfolgen. Hier lassen sich ebenfalls Qualitätsunterschiede festmachen.

  • Gleitsichtgläser Qualitätsstufen

    Wer sich eine Gleitsichtbrille zulegen möchte, kann heute zwischen drei Glas-Kategorien wählen.

    1. Einfaches Gleitsichtglas: Hier ist der nutzbare Sehbereich am kleinsten. Das bedeutet reduzierter Sehkomfort und eine längere Eingewöhnungszeit.

    2. Universalgleitsichtglas: Alle Sehbereiche sind gut nutzbar und verfügen über große Sehfelder. Das bedeutet guten Sehkomfort und eine hohe Spontanverträglichkeit.

    3. Individuelles Gleitsichtglas: Sie sind dieKönigsklasse unter den Gleitsichtgläsern und sehr aufwändig in Entwicklung, Design und Fertigung. Der Vorteil: Mit solchen individuell angefertigten Gleitsichtgläsern erzielt der Brillenträger ein Maximum an optischer Abbildungsqualität und Sehkomfort. Eine solche Maßanfertigung ist deshalb gerechtfertigt, weil jeder Mensch anders sieht – sogar eineiige Zwillinge haben unterschiedliche Augen und somit unterschiedliche Seheindrücke.


Computergläser

  • Was sind Computergläser?

    Eine Bildschirmarbeitsplatzbrille, auch Bildschirmbrille oder Computerbrille genannt, ist eine angepasste Sehhilfe für die Arbeit am PC. Sie ist notwendig, wenn täglich viel Zeit am Computer verbracht wird. „Normale“ Sehhilfen wie Gleitsichtbrillen für den Alltag, Lesebrillen oder Kontaktlinsen können die speziellen Anforderungen am Computerarbeitsplatz selten oder nie zufriedenstellend erfüllen.

    Oft wird eine Bildschirmarbeitsplatzbrille ab einem Alter von 40 Jahren notwendig. Dann lässt von Natur aus die Sehkraft nach, die Altersweitsichtigkeit setzt ein. Eine Ursache ist, dass die Akkommodationsfähigkeit der Augenlinse abnimmt. Das Sehen im Nahbereich wird zum Problem. Hier hilft die Bildschirmarbeitspaltzbrille

  • Vorteile einer Bildschirmarbeitsplatzbrille

    Die Bildschirmarbeitsplatzbrille ist eine Zweistärkenbrille, die über einen großen Sehbereich für die kurzen und mittleren Distanzen verfügt. Der größte Teil im oberen Bereich der Brillegläser sorgt für eine gute Sicht auf den Monitor, der sich in einem Sehabstand zwischen 50 und 100 Zentimetern befindet. Darunter gibt es den Bereich für das Nahsehen. Mit einer Bildschirmarbeitsplatzbrille lassen sich Bildschirm, Tastatur und Manuskripte jederzeit deutlich erkennen, ohne den Kopf in den Nacken zu legen oder das Kinn an die Brust zu drücken. Die Körperhaltung bleibt entspannt.

  • Woran merkt man, dass man eine Bildschirmarbeitsplatzbrille benötigt?

    80 Prozent der Menschen, die täglich länger als drei Stunden vor dem PC sitzen, klagen über Beschwerden. Sie bekommen Kopfschmerzen, trockene oder auch gerötete Augen. Sie merken, dass sie sehr schnell ermüden und lichtempfindlich werden. All das können Hinweise darauf sein, dass der Betroffene eine Bildschrimarbeitsplatzbrille benötigt. Oder seine Sehhilfe nicht optimal genug ist, um damit am Bildschirm arbeiten zu können.

    Tipp: Messen Sie die Entfernungen aus, in denen Sie deutlich sehen wollen: den Abstand zum Monitor, zur Tastatur und zum Blatt Papier auf dem Schreibtisch. Der Schreibtischstuhl sollte dabei so eingestellt sein, dass die Augen auf die obere Kante des Monitors blicken.